Festivalporträt

Seit seiner Gründung 1980 dreht sich beim Filmfestival Max Ophüls Preis alles um den deutschsprachigen Filmnachwuchs. Wie sich das Festival entwickelt hat, erfahren Sie hier.

Plakat 1980

Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis engagiert sich seit über 35 Jahren für den jungen deutschsprachigen Film. Es versteht sich als wichtigstes Forum für die Förderung neuer Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und kann für sich beanspruchen, das wichtigste Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum zu sein.

1980 begründete Albrecht Stuby das Filmfestival Max Ophüls Preis. Damals startete das Festival mit 700 Zuschauern. Bis heute sind das Publikum und die Anzahl der eingereichten Filme stetig gewachsen – im Jahr 2016 zählte das Festival 43.000 Besucher. Der Namensgeber Max Ophüls (1902-1957) gilt als einer der großen europäischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.

Geboren in Saarbrücken, verließ er schon als junger Mann seine Heimatstadt um an verschiedenen Theatern in Deutschland zu wirken. In der Metropole Berlin entstanden seine ersten filmischen Arbeiten. 1933 emigrierte der aus einer jüdischen Familie stammende Regisseur zuerst nach Frankreich, später in die USA. In den 50er Jahren kehrte Max Ophüls nach Europa zurück, um Film- und Theaterprojekte in Frankreich und Deutschland zu realisieren.

Der Film als Kunstform steht im Vordergrund des Festivals und durch den Namen von Max Ophüls auch die Auseinandersetzung mit einer langen Tradition deutscher Filmgeschichte. Für die jungen Filmemacher stellt die Teilnahme am Filmfestival Max Ophüls Preis einen bedeutenden Schritt in ihrer professionellen Zukunft dar. Die Wettbewerbskategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Kurzfilm und mittellanger Film sowie weitere Rahmenprogramme zeigen, was die jungen Talente bewegt und auf welche kreative Weise sie sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen.

So bietet das Festival dem Publikum und den Fachbesuchern einen vielseitigen und zugleich fokussierten Blick auf das Filmschaffen des deutschsprachigen Nachwuchses. Aktive Talentsuche und Nachwuchsförderung ist ein Wesenselement für ein breites und tiefes Spektrum – ob bei unabhängigen Filmemachern, Produktionsfirmen, Filmhochschulen, oder öffentlich rechtlichen Fernsehsendern. Immer wieder beklagen Stimmen aus Fachkreisen die kritische Lage des deutschen Films und seine mangelnde Akzeptanz im Ausland. Das Filmfestival setzt sich seit seinen Anfängen für die Nachwuchsförderung durch die Vergabe von Preisgeldern und durch Veranstaltungen, die eine konstruktive Vernetzung zwischen Profis und jungen Machern herstellen, ein. Hierzu zählen beispielsweise die Branchentage, die MOP-Meetings oder diverse Tagungen, Vorträge und Empfänge.

Ein Filmfestival ist nicht nur eine Leistungsschau, sondern schafft auch ein Bewusstsein im Umgang mit den Medien, sei es auf Seiten der Künstler oder der Zuschauer. Letztere sind ebenfalls ein wesentlicher Teil des Filmfestivals Max Ophüls Preis, das für seine große Nähe zwischen Filmschaffenden und Publikum bekannt ist. Bei den Filmvorführungen, Rahmenveranstaltungen oder dem Festivalclub „Lola’s Bistro“ gibt es für alle Festivalbesucher die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen, die gesehenen Filme zu reflektieren und einen Abend mit spannenden Begegnungen und interessanten Gesprächen zu verbringen.

Festivalgeschichte in Bildern