Wettbewerb Dokumentarfilm

Der diesjährige Wettbewerbsjahrgang zeichnet sich aus durch eine große Breite an sehr persönlichen Geschichten. Die schwerwiegenden politischen und gesellschaftlichen Themen, mit denen wir uns zurzeit konfrontiert sehen, werden von vielen Filmemachern auf spannende Weise im Privaten gespiegelt.

ALs PAUL ÜBER DAS MEER KAM (©Juan G. Sarmiento)

Do 19:30 CS 2 | Fr 15:00 CS 2 | Sa 12:30 CS 4 | So 16:00 CS 5

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – TAGEBUCH EINER BEGEGNUNG

Regie: Jakob Preuss
Deutschland 2017 | 97 Min. | Uraufführung

Paul ist ein Migrant aus Kamerun. Er hat sich bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen, wo er auf eine Chance wartet, über das Meer nach Europa zu gelangen. Hier lernen sich Paul und der Filmemacher Jakob Preuss kennen, der gerade auf einer Recherchereise ist. Paul gelingt es, in einem Schlauchboot nach Spanien überzusetzen. Eine Odyssee Richtung Deutschland beginnt, bei der sich Jakob entscheiden muss: Wird er Paul aktiv helfen oder bleibt er der beobachtende Filmemacher?


BILDER VOM FLO

Di 20:00 CS 5 | Do 14:45 CS 2 | Do 22:15 8 ½ | Sa 17:30 CS 8

BILDER VOM FLO

Regie: Julian Vogel
Deutschland 2016 | 99 Min. | dt. Erstaufführung

Flo war vieles: „Spät-68er“, Schauspieler, Fotograf, Radiojournalist, Bezirksgeschäftsführer des Kinderschutzbundes in Frankfurt, Vater und Sohn. Und Schüler an der Odenwaldschule.  2011 stirbt er unerwartet, nachdem er von Konflikten aus seiner Vergangenheit eingeholt wurde. Drei Jahre später begibt sich sein Sohn Max auf die Suche nach Antworten. Filmemacher Julian Vogel begleitet den besten Freund auf diesem Weg. Ein Film über Familie, fragile Wahrheiten und die Grenzen der Loyalität.


DIE GEISTER, DIE MICH RIEFEN

Do 19:45 CS 8 | Fr 17:30 CS 2 | Sa 12:30 CS 8 | So 11:15 CS 5

DIE GEISTER, DIE MICH RIEFEN

Regie: Diana Näcke
Deutschland 2017 | 100 Min. | Uraufführung

Engin führt ein Leben voller Widersprüche. Neben seinem islamischen Glauben sind dem Berliner vor allem Fernsehen und schnelle Autos wichtig. Er hat Humor und zu allem eine Meinung und wirkt manchmal doch verloren und entwurzelt. Seinen türkischen Heimatort Edirne hat er seit 24 Jahren nicht mehr besucht. Als ihn seine Mutter in der Türkei um Hilfe in einem Erbschaftsstreit bittet, setzt sich Engin ins Auto – und betritt eine ihm völlig fremde Welt.


DIL LEYLA

Mi 15:15 CS 2 | Do 22:15 CS 5 | Fr 20:15 8 ½ | Sa 19:45 CS 4

DIL LEYLA

Regie: Aslı Özarslan
Deutschland 2016 | 71 Min. | dt. Erstaufführung

Leyla, eine junge Frau aus Deutschland, wird mit 26 Jahren Bürgermeisterin in der Kurdenhochburg Cizre. Hier ist sie geboren. Als sie fünf Jahre alt war, wurde ihr Vater, ein PKK-Aktivist, getötet. Die Familie floh nach Bremen. Nun will Leyla ihre vom Bürgerkrieg gebeutelte Stadt wiederaufbauen. Unter den Bewohnern ist sie beliebt, doch der Friede ist brüchig. Als die Parlamentswahlen in der Türkei anstehen, spitzt sich die Lage radikal zu – und Leyla holen die Erinnerungen aus ihrer Kindheit ein.


ER SIE ICH

Di 19:45 CS 8 | Mi 15:15 CS 5 | Do 21:00 CaZ 2 | Fr 10:00 CS 2

ER SIE ICH

Regie: Carlotta Kittel
Deutschland 2017 | 88 Min. | Uraufführung

Angela und Christian lernten sich 1986 in Berlin kennen. Als Angela schwanger wurde und sich für das Kind entschied, brach der Kontakt ab. Seitdem haben die beiden nie darüber gesprochen, was damals passiert ist. 25 Jahre später stellt die Tochter eine Kamera auf. Sie interviewt Christian, sie interviewt Angela. Dann spielt sie ihnen die Aufnahmen des jeweils anderen vor. Und plötzlich entsteht eine Dynamik zwischen den beiden Eltern, ohne dass sie sich tatsächlich begegnen.


GAZA SURF CLUB

Di 16:30 CS 4 | Mi 22:15 8 ½ | Do 20:00 CS 5 | Fr 12:30 CS 2

GAZA SURF CLUB

Regie: Philip Gnadt, Mickey Yamine
Deutschland 2016 | 87 Min. | dt. Erstaufführung

Gefangen in einem schmalen Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten und regiert von der radikalislamischen Hamas: Die jungen Surfer von Gaza haben genug von Besatzung, Krieg und religiösem Fanatismus. Sie wollen leben. Ihre einzige Freiheit in der Trümmerlandschaft ist das Meer. Im Gleiten auf den Wellen nehmen sie sich eine Auszeit vom permanenten Ausnahmezustand – und protestieren gegen die Restriktionen ihrer Regierung.


LIEBES ICH,

Mi 20:00 CS 2 | Do 12:30 CS 5 | Sa 14:45 CS 4 | So 13:00 CS 2

LIEBES ICH,

Regie: Luise Makarov
Deutschland 2017 | 102 Min. | Uraufführung

„Schreib dir selbst den Brief, den du schon immer bekommen wolltest“, lautete der Aufruf der Regisseurin, auf den sie über 100 Briefe erhielt. Einige der Briefschreiber suchte sie auf. Eine junge Mutter, die sich in ihrem Leben festgefahren fühlt. Einen Künstler ohne Geld, der plötzlich ein Angebot erhält. Oder einen 60-Jährigen, der tagsüber in die Kirche geht und nachts durch Karaoke-Bars zieht. Sehnsüchte, Wünsche, Träume und Hoffnungen werden sichtbar in einer Realität, in der vieles ganz anders ist.


OHNE DIESE WELT

Di 19:00 CS 4 | Mi 12:15 CS 2 | Fr 22:00 CS 5 | Sa 10:00 CS 8

OHNE DIESE WELT

Regie: Nora Fingscheidt
Deutschland 2017 | 116 Min. | Uraufführung

In einer vergessenen Region in Argentiniens heißem Norden leben etwa 700 deutschstämmige Mennoniten wie im 18. Jahrhundert. Stromanschlüsse, Telefone oder Radios verbietet ihre Religion. An Stelle von Autos benutzen sie Pferdekutschen. Das Leben soll nicht bequem sein. Stattdessen leben sie in ihrer Kolonie ein möglichst frommes Leben für Gott und hoffen, dass auch ihre Kinder diesen Weg weitergehen. Doch ist es wirklich möglich, sich der „Welt“ und dem Fortschritt zu verweigern?


SCHULE, SCHULE - DIE ZEIT NACH BERG FIDEL

Fr 20:00 CS 2 | Sa 10:15 CS 5 | Sa 17:30 FH | So 15:00 CS 8

SCHULE, SCHULE – DIE ZEIT NACH BERG FIDEL

Regie: Hella Wenders
Deutschland 2017 | 95 Min. | Uraufführung

Der Film zeigt ein Schuljahr im Leben von vier Teenagern, die sich nach ihrer gemeinsamen Zeit auf der inklusiven Grundschule "Berg Fidel" trennen mussten, um auf unterschiedlichen Schulen weiter zu lernen. Es geht um das Erreichen von Noten und Abschlüssen und die Suche nach Anerkennung, aber auch um die persönlichen Wünsche und Sorgen der Protagonisten, die mitten in der Pubertät stehen.


SÜHNHAUS

Di 17:30 CS 5 | Mi 22:15 CS 2 | Do 17:30 FH | Fr 19:30 CS 5

SÜHNHAUS

Regie: Maya McKechneay
Österreich 2016 | 94 Min. | dt. Erstaufführung

Die Geschichte einer glücklosen Adresse: Wien, Schottenring 7. Hier stand das Ringtheater. Als es brannte, starben fast 400 Menschen. Hier ließ der Kaiser das Sühnhaus bauen, um alles wieder gut zu machen. Hier eröffnete ein junger Nervenarzt seine Praxis und zog wieder aus, als sich eine Patientin ins Treppenhaus stürzte. Sein Name: Sigmund Freud. Und viele Jahre später legte die Gestapo hier Feuer, um Akten zu vernichten. Ist es möglich, dass etwas an diesem Ort umgeht? Dass ein Geisterhaus steht – mitten in Wien?


THIERFELDERS

Do 22:15 CS 2 | Fr 12:30 CS 8 | Sa 15:15 CS 5 | So 20:30 CS 5

THIERFELDERS – VERMÄCHTNIS EINER RENNLEIDENSCHAFT

Regie: Stephanie Englert
Deutschland 2017 | 78 Min. | Uraufführung

Ihre Auto-  und Motorsportwerkstatt am Kölner Stadtrand ist der Dreh- und Angelpunkt des Lebens der Familie Thierfelder. Vater Ernst und Sohn Guido, früher selbst erfolgreiche Rennfahrer, schrauben in der Werkstatt gemeinsam an den Boliden, die sie für Geld an Fahrer vermieten. Als Guido einen unerfahrenen 16-Jährigen als neuen Piloten verpflichtet, ist sein Vater skeptisch. Und tatsächlich zeigt das Talent bei den Rennen Nerven. Zwischen den Thierfelders beginnt es zu knirschen.


ZAUNKÖNIG

Mi 17:45 CS 5 | Do 12:30 CS 2 | Fr 19:45 CS 3 | Sa 17:45 CS 5

ZAUNKÖNIG – TAGEBUCH EINER FREUNDSCHAFT

Regie: Ivo Zen
Schweiz 2016 | 78 Min. | dt. Erstaufführung

Martin zelebrierte seinen Drogenkonsum exzessiv. Er hielt sein schillerndes Leben in einem Tagebuch fest, während sein Freund Ivo alles filmte, was sich bewegte. Sie wollten beide das Absolute, der Durchschnitt war ihnen nicht genug. Mit dem Tagebuch seines Freundes erzählt Ivo Zen die Geschichte seiner Generation – eine Geschichte von Freundschaft und der Sehnsucht, höher zu fliegen als alle anderen.