50 JAHRE OBERHAUSENER MANIFEST
In Zusammenarbeit mit Schnitt – Das Filmmagazin widmet das Filmfestival Max Ophüls Preis dem Oberhausener Manifest anlässlich dessen 50. Jubiläum eine eigene Reihe. Fünf Jahrzehnte, fünf Filme. Aus jeder Dekade wurde ein Debütfilm ausgewählt, um so die Entwicklung des deutschen Autorenkinos zu verdeutlichen. Eine Chronik der Diversität des deutschen Kinos und dessen Lebendigkeit. Und der Beweis, dass es sich lohnt, auch andere Wege zu gehen.
Di 17:30 8 ½
NEUN LEBEN HAT DIE KATZE
Regie: Ula Stöckl
BRD 1968, 35mm, Farbe, 86 Min.
Ein Situationsbericht. An fünf Frauen werden fünf mögliche Verhaltensweisen von Frauen beschrieben, die endlich aus ihren Abhängigkeiten ausbrechen wollen. Es zeigt sich, dass gerade in dem Versuch, Freiheit zu verwirklichen, Solidarität zwischen Frauen schwer möglich ist, obwohl nur Solidarität allein den Frauen zu mehr Freiheit verhelfen könnte.
Darsteller: Liane Hielscher, Christine de Loup, Jürgen Arndt, Elke Kummer, Alexander Kaempfe, Antje Ellermann, Hartmut Kirste, Heidi Stroh.
Do 17:15 FH
DIE LINKSHÄNDIGE FRAU
Regie: Peter Handke
Deutschland 1978, 35mm, Farbe, 111 Min.
Scheinbar aus heiterem Himmel trennt sich Marianne von ihrem Mann Bruno. Bruno ist verwirrt, akzeptiert aber Mariannes Wunsch. Fortan lebt sie mit ihrem Sohn Stefan allein in dem großen Haus und nimmt ihren Beruf als Übersetzerin wieder auf. Jeder in Mariannes Umfeld scheint jetzt ihre Entscheidungen zu kommentieren, was sich als beschwerlich herausstellt. Sie beginnt, sich zurückzuziehen und Kontakte zu meiden. Es scheint, als sei der Aufbruch in ein neues Leben zugleich der Beginn einer tiefen Einsamkeit.
Darsteller: Edith Clever, Bruno Ganz, Bernhard Minetti, Bernhard Wicki, Angela Winkler u.a.
Di 20:00 8 ½
40 QM DEUTSCHLAND
Regie: Tevfik Başer
Deutschland 1986, 35mm, Farbe, 80 Min.
Turna wird von ihrem Mann Dursun, einem Gastarbeiter, aus ihrem Dorf in der Türkei nach Deutschland geholt. Sie ist neugierig auf ihre neue Heimat. Der konservative Dursun gewährt ihr jedoch keinerlei Freiheit. Er sperrt sie in der kleinen Wohnung ein und verbietet ihr den Kontakt zur Außenwelt. Sie flüchtet sich in eine Traumwelt. Als Turna schwanger wird, geht für Dursun ein Traum in Erfüllung – dann stirbt er unerwartet. Turna, die kein Deutsch spricht und niemanden kennt, bleibt alleine in der fremden neuen Heimat zurück.
Darsteller: Özay Fecht, Yaman Okay, Demir Gökgöl, Mustafa Gülpinar, Grit Mackentanz, Marita Petersen u.a.
Do 17:30 8 ½
STILLES LAND
Regie: Andreas Dresen
Deutschland 1992, 35mm, Farbe, 98 Min.
DDR, Herbst 1989. Während sich die politischen Ereignisse der Wendezeit überschlagen, herrscht in der Provinz noch Stille. Der junge und ambitionierte Regisseur Kai soll an einem Provinztheater „Warten auf Godot“ inszenieren. Sein Enthusiamus stößt zunächst auf wenig Interesse. Um das Ensemble aus der Reserve zu locken, beginnt er, die Metaphorik des Stückes auf die aktuelle gesellschaftspolitische Lage zu beziehen. Als das Team langsam auftaut, muss sich der aufkeimende Aktionismus mehreren banalen Hindernissen stellen.
Darsteller: Thorsten Merten, Jeanette Arndt, Kurt Böwe, Petra Kelling, Horst Westphal, Katrin Martin, Mathias Noack, Asad Schwarz u.a.
Di 20:30 CaZ 3
DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN
Regie: Maren Ade; Deutschland 2003, 35mm, Farbe, 81 Min.
Melanie tritt an einer Realschule ihre erste Stelle an. Sie versucht, frischen Wind in die Schule bringen, doch sie hat es schwer: Das Kollegium ist von ihrer Pädagogik genervt, die Schüler nutzen ihre Schwachstellen für sich aus. Einsamkeit macht sich breit, doch Melanie gibt nicht auf und knüpft Kontakt zu ihrer Nachbarin Tina. Auch Tina ist bald genervt, denn mit jedem Annäherungsversuch überschreitet Melanie eine Grenze. Sie verstrickt sich in Lügen, falschen Hoffnungen und Selbsterniedrigung.
Darsteller: Eva Löbau, Daniela Holtz, Jan Neumann, Ilona Schulz, Robert Schupp, Heinz Röser-Dümmig u.a.
Bitte beachten Sie die FSK-Angaben der einzelnen Filme. Filme, die keine FSK-Angaben haben, sind nicht geprüft und folglich freigegeben ab 18 Jahren. Ab 5. Januar 2012 finden Sie hier das Programm
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