Der Schauspieler Michael Gwisdek war schon zu DDR-Zeiten ein Star und gehörte auch bald nach der Wende zu den bekanntesten und renommiertesten deutschen Charakterdarstellern. Dass er zudem ein großartiger Regisseur ist, beweist die sechsteilige Filmreihe, an deren Zusammenstellung der 67-Jährige maßgeblich beteiligt war.
Sa 17:00 CS 4
ABSCHIED VON AGNES
Regie: Michael Gwisdek;
Deutschland 1994, 35mm, Farbe,
100 Min. –
Seit dem Unfalltod seiner Frau Agnes hat sich der arbeitslose Wissenschaftler Heiner zu einem versponnenen Grübler entwickelt, regelmäßig spricht er mit ihr und zeichnet all seine Gedanken auf Tonband auf. Erst als der junge, von der Presse verfolgte Stasi-Major Stefan bei ihm Zuflucht sucht, kommt Bewegung in Heiners Leben. Doch woher hat dieser Fremde all seine intimen Informationen, die Heiner doch eigentlich nur Agnes anvertraut hatte? Ein Duell um die Vergangenheit beginnt.
Darsteller: Michael Gwisdek, Sylvester Groth, Heide Kipp, Christoph Schlingensief u.a.
Do 20:30 CaZ 1
DAS MAMBOSPIEL
Regie: Michael Gwisdek;
Deutschland 1998, 35mm, Farbe,
106 Min. –
Die Schauspielerin Maria kann sich finanziell nur leidlich über Wasser halten. Auch ihr Freund Gregor trägt nur wenig zum Lebensunterhalt bei. Eines Tages findet sie in einem Papierkorb die Beute aus einem Banküberfall. Ratlos, ob sie das Geld einfach so behalten soll, wendet sie sich an ihre einstige Liebe, den erfolglosen Filmemacher Martin. Als seine Gefühle zu Maria wieder erwachen, sieht er die Chance, sein lang gehegtes Drehbuch endlich zu verwirklichen.
Darsteller: Jürgen Vogel, Corinna Harfouch, Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Franziska Petri
Fr 19:00 CS 4
DER TANGOSPIELER
Regie: Roland Gräf;
Deutschland/Schweiz 1990, 35mm,
Farbe, 96 Min. –
Der Historiker und Gelegenheits-Pianist Dallow wird im März 1968 aus der Haft entlassen. Verurteilt wurde er, weil er ein Kabarettprogramm mit "staatsverleumderischen" Texten am Klavier begleitet hatte. Als Gegenleistung, um in seinen alten Job an der Leipziger Universität zu arbeiten, verlangt man von ihm Spitzeldienste. Dallow lehnt ab und zieht sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zurück. Nachdem im Sommer die Truppen des Warschauer Pakts in der CSSR einmarschierten, wird ihm das Jobangebot erneut unterbreitet.
Darsteller: Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Sodann, Peter Prager
Berlin, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der ehemalige Profiboxer Henry, durch den Krieg entwurzelt und ohne Hoffnung, fällt bei einer Hamsterfahrt aus dem überfüllten Zug. Er landet in der Nähe von Xenias Behausung, einem ausrangierten Waggon auf einem Abstellgleis. Sie nimmt ihn bei sich auf und motiviert ihn dazu, wieder mit dem Boxen anzufangen. Endlich wieder in einem richtigen Ring, muss Henry eine herbe Niederlage einstecken. Er bricht zusammen, doch Xenia lässt ihn nicht fallen.
Darsteller: Hermann Beyer, Michael Gwisdek, Siegfried Höchst, Ursula Karusseit
Mi 17:45 8 1/2
TREFFEN IN TRAVERS
Regie: Michael Gwisdek;
DDR 1988, 35mm, Farbe, 106 Min. –
1793. Georg Forster ist in einem Gasthof mit seiner Frau Therese verabredet, die er verlassen musste, um in Paris die Französische Revolution zu verteidigen. Sie kommt in Begleitung ihres Liebhabers und ihrer beiden kleinen Töchter. Georg versucht Therese zu überreden, mit ihm nach Paris zu fahren. Er ist bereit, Huber als Dritten im Bunde zu akzeptieren. Sie hingegen, will ihn zur Rückkehr bewegen. Drei Tage voller Leidenschaft und psychischer Exzesse folgen. Darsteller: Hermann Beyer, Corinna Harfouch, Hark Bohm, Susanne Bormann
In einem verschlafenen Schweizer Provinzdorf, sorgt der pflichtbewusste Dorfpolizist Zumbühl für Ruhe und Ordnung. Als Zumbühl durch eine Intrige bedroht wird, quittiert er freiwillig den Dienst und nimmt bei der Eisenbahn eine Stelle als Lagerarbeiter an. Eines Morgens entdeckt er auf den Gleisen die junge Maria und rettet sie im letzten Augenblick vor einem Selbstmord. Das allseits beliebte Mädchen wurde brutal vergewaltigt. Und sie macht Zumbühl schnell klar, wer der Täter ist: sein Sohn.
Darsteller: Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Anica Dobra, Rolf Hoppe