Ein Kurzfilmwettbewerb allein kann der reichhaltigen Kurzfilmproduktion nicht gerecht werden. Eine große Anzahl an wettbewerbsfähigen Kurzfilmen sind hier unter thematischen Schwerpunkten zusammengefasst und spiegeln das breite Spektrum des Kurzfilmschaffens wider.
Gespannt sein darf man wie immer auch auf die Kurzfilmreihen der New Yorker School of Visual Arts und der Masterclass Ludwigsburg/Paris.
Di 17:00 FH | Do 15:00 CS 5 | Fr 19:30 CS 5 | Sa 22:00 CS 3
Kurzfilmreihe 1: (EX)PAARE
NEIIIIIIN
Regie: Mickey Nedimovic;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 11 Min., Uraufführung –
Ein junger Mann läuft verträumt durch die Straßen Berlins, als ihn ein Gegenstand hart am Kopf trifft. Verwundert blickt er zum Himmel und stößt einen langen Schrei aus, als er begreift, was er sieht. Er hetzt aufs Dach, um das Leben einer jungen Frau zu retten. Kann er ihr helfen oder ist er es, der am Ende Hilfe braucht?
RAVIOLI RITTER
Regie: Félix Koch;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 29 Min., Uraufführung –
Nach einem handfesten Streit folgt der Vollzeitzyniker Mattes seiner Freundin Caro eher widerwillig auf ein Fantasy-Live-Rollenspiel ins malerische Elbsandsteingebirge. Dort muss er sich plötzlich feuerspeienden Drachen, gefährlichen Fellmonstern und den Armeen des dunklen Herrschers Faruk entgegenstellen.
RUMMEL
Regie: Benjamin Teske;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 7 Min., Uraufführung –
Und alles begann mit der Frage: „Kann es sein, dass ich dir vollkommen egal geworden bin?“ – „Die Liebe ist ein dummes Spiel. C’est trop pour moi, too much, zu viel. Die Liebe ist ein Karussell. Im Kreis herum und viel zu schnell.“ (aus „Daily Lama“ von Dee-Phazz)
MEDAILLONS
Regie: Ferry Weiss;
Deutschland 2009, HD Cam, 10 Min., Uraufführung –
Routiniert wird das Essen vorbereitet, der Tisch gedeckt und das Kaminfeuer entfacht. Alles sieht nach einem perfekten Dinner aus. Bis Ralf eine Party vor zwei Jahren erwähnt.
15 METER
Regie: Erkan Gündüz;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 11 Min., Uraufführung –
Cemal hat es mit seiner Eifersucht so weit gebracht, dass Ex-Freundin Jenny ihn verklagt. Er darf nun seiner Traumfrau nicht näher als 15 Meter kommen. Wenn Cemal den Abstand nicht einhält, wird sie sofort die Polizei rufen. Doch Cemal gibt nicht auf. Er bezieht seinen Posten 15 Meter von Jennys Arbeitsstelle und lässt sich nicht verscheuchen. Doch plötzlich wird Cemals unerwünschte Anwesenheit zur glücklichen Fügung.
DAS VERSPRECHEN
Regie: Barry Thomson;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 8 Min., Uraufführung –
Ein Pfarrerehepaar hat seine über 20-jährige Ehe satt. Man hasst die Macken des anderen und zu sagen hat man sich schon lange nichts mehr. Aber Scheidung? Sie wollen auf keinen Fall ihr Wort brechen: „Bis dass der Tod uns scheidet“. So bleibt nur ein Ausweg: Den anderen aus dem Weg zu räumen. Dieser Plan wird von beiden zielstrebig in die Tat umgesetzt. Doch da hat Gott noch ein Wörtchen mitzureden.
NEBENEINANDER
Regie: Christoph Englert;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 13 Min., Uraufführung –
Ein schöner Frühlingstag am See. Eine Bank, ein Steg, ein Paar und eine große Liebe. Rosemarie hat Alzheimer, doch ihre Liebe ist so lebendig wie eh und je. Ihr Mann Walther kommt sie regelmäßig besuchen. Heute hat er es besonders schwer, denn seine Frau erkennt ihn nicht.
FRÖHLICHE WEIHNACHTEN
Regie: Till Endemann;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 11 Min. –
Alle Jahre wieder und das seit 30 Jahren: Im Vorfeld der Heiligen Nacht rüstet Margot im Wettstreit mit ihrer Nachbarin ihr Einfamilienhaus zu einem blinkenden Lichtpalast auf. Auch ihr friedfertiger Mann Lothar entkommt diesem Wahnsinn nicht. Doch dieses Jahr regt sich das erste Mal Widerstand in ihm, und Margot höchstpersönlich bietet ihm einen ungeahnten Ausweg und damit endlich Friede auf Erden.
Di 17:00 CS 5 | Mi 22:15 CS5 | Do 10:30 FH | Sa 19:30 CS 3
Kurzfilmreihe 2: LIEBE
WHEN THE HURLY BURLY'S DONE
Regie: Hanna Maria Heidrich, Alex Eslam;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 15 Min., Uraufführung –
Sie wird verbluten. Jacob hält Gwynn in seinen Armen. Eine Liebe, stärker als der Tod, das haben sie sich geschworen. Krankenhaus oder Flucht? Im Krankenhaus wartet ihr Ehemann mit seinen Männern, aber wenn Jacob jetzt flieht, wird sie sterben. Entscheidet er sich für sein Leben oder für die Liebe?
NUR EINE NACHT
Regie: Matthias Krumrey;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 18 Min. –
Chris und Tobi suchen nach einem besonderen Kick und brechen in eine leerstehende Wohnung ein. Ihr Liebesabenteuer wird jedoch abrupt unterbrochen. Die Wohnung scheint doch bewohnt zu sein. Vom Hausmeister überrascht, treffen sie auf eine junge, verängstigte Frau, die allem Anschein nach in der Wohnung festgehalten wird. Sie finden sich plötzlich in einer Situation wieder, die ihre eigene Liebe grundlegend in Frage stellt.
ALLEIN DER GEDANKE
Regie: Alexander Kluth;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 25 Min., Uraufführung –
Landwirt Mathias überlässt seiner achtjährigen Tochter Nora kurz das Steuer des Häckslers. In diesem Moment kommt es zu einem Unfall. Mathias geht von einem Tierschaden aus, entdeckt später in der Ernte schließlich einen blutbefleckten Kinderschuh. Mathias verinnerlicht seine Schuld, nicht zuletzt um Nora und die Familie zu schützen. Seine emotionale Zerrissenheit erzeugt eine Distanz, die das Verhältnis zu seiner Frau Inga und Tochter Nora zu zerstören droht. Die Internetseite zum Fim.
GOLDFISCH99
Regie: Stefan Wolner;
Österreich 2009, HD Cam, Farbe, 14 Min., Uraufführung –
Eva ist rastlos, immer auf der Suche nach dem großen Glück. Nächte voller Enttäuschung und Verzweiflung reihen sich aneinander. Nichts vermag ihr Halt zu geben. Adam ist behindert, ein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt. Die Entbehrung von Liebe und Zärtlichkeit empfindet er jedoch als weitaus größeres Handicap. Diese Sehnsüchte projiziert er auf Eva. Letztlich stellt sich aber die Frage, wer der eigentliche „Krüppel“ ist.
PIROGGI
Regie: Kerstin Hoeckel;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 20 Min., Uraufführung –
Da ihre Großmutter im Sterben liegt, trommelt Enkelin Tina die ganze Familie zusammen. Nur ihre Schwester Katja will sich drücken. Freund Jan, bekennender Familienphobiker, bestärkt sie, doch Tina droht mit Bannfluch: Oma habe ein Recht darauf, Katjas Verlobten kennen zu lernen. Und plötzlich findet sich Katja mit einem polnischen Handwerker im Flieger, der ihren Verlobten ersetzen soll und ihr Leben völlig durcheinander wirbelt.
Mi 16:30 CS 4 | Do 22:15 CS 4 | Fr 13:30 CS 4 | Sa 22:15 CS 4
Kurzfilmreihe 3: KRISEN
DRIVING ÉLODIE
Regie: Lars Henning;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 18 Min., engl., Uraufführung –
Der junge Set-Assistent Tim darf den französischen Independent-Schauspielstar Élodie Bouchez nach Drehschluss zum Flughafen fahren. Die unerwartete Intimität des isolierten Beisammenseins, das gemeinsame Musikhören und die melancholische Atmosphäre der nächtlichen Autofahrt schaffen eine Nähe zwischen den beiden, in der für einen Augenblick alles möglich scheint.
LIMBUS
Regie: Jörg Fockele;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 15 Min. –
Marc, neun Jahre alt, und sein sechsjähriger Bruder Daniel leben in einer Welt, in der die Eltern-Kind-Rollen vertauscht sind. Ihre Mutter Sylvia ist Alkoholikerin und aufgrund der Abhängigkeit vollkommen unfähig, Verantwortung zu tragen. Der Vater vermeidet es, sich mit der Situation auseinandersetzen zu müssen, indem er so wenig Zeit wie möglich zuhause verbringt. Marc hat keine andere Wahl, als die Funktionen beider Eltern zu übernehmen.
MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG
Regie: Steffen Cornelius Tralles;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 10 Min., Uraufführung –
Ein Mädchen, eine Schule, ein Tag. Jennifer wird getrieben von einer Sehnsucht nach Nähe, die sie niemals zulassen kann. Sie will nur noch eins: Alles, aber nicht mehr so wie bisher. Ein Basketballturnier soll zum Ereignis werden, das ihrem Leiden endlich ein Ende setzt.
WEITERLAUFEN
Regie: Jan Bolender;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 10 Min., Uraufführung –
Marie ist Unternehmensberaterin. Flexibilität, Effizienz und Leistungsdruck bestimmen ihr Leben, für Privates bleibt kein Platz. Erst als sie die lebenslustige Emilia kennenlernt, versucht sie verzweifelt, aus ihrer Welt auszubrechen.
STILLER SEE
Regie: Lena Liberta;
Deutschland 2009, 35mm, s/w, 5 Min. –
Peter lebt mit seinem autistischen Sohn Tobi noch immer im Haus an jenem See, in dem seine Frau ums Leben kam. Peter kann den Tag des Unglücks nicht vergessen und macht nicht nur sich, sondern auch seinem Sohn Vorwürfe. Als Peter eine neue Frau mit nach Hause bringt, glaubt sein Sohn die Mutter wieder zu erkennen – und die Situation eskaliert.
EINEN SCHRITT WEITER
Regie: Robert Kellner;
Deutschland 2009, 35mm, s/w, 5 Min., dt. Erstaufführung –
Ein Dorfpolizist ist hin- und hergerissen zwischen seiner Vaterliebe und seiner Dienstpflicht: Rainer hat Probleme mit seiner pubertierenden Tochter. Als sie ihren neuen Freund mit nach Hause bringt, steht Rainer vor einer schwierigen Entscheidung, denn der Junge ist ein gesuchter Autoknacker.
WATTWANDERER
Regie: Max Zähle;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 10 Min., Uraufführung –
Familie Kröger hat sich auseinander gelebt. Um alle wieder zusammenzuführen, organisiert Mutter Anne zum Geburtstag ihres Mannes einen Familienausflug ins Watt. Doch das fehlende Verständnis füreinander lässt die Wanderung zu einer skurrilen Odyssee ausarten, an deren Ende die Familie trotz aller Differenzen wieder zusammenrückt. Bis wieder der nächste Streit ausbricht.
UWE+UWE
Regie: Lena Liberta;
Deutschland 2009, 35mm, Farbe, 10 Min., Uraufführung –
Der griesgrämige Trucker Uwe findet auf der Ladefläche seines Lasters eine Flüchtlingsfamilie. Bei dem Versuch, sie wieder loszuwerden, bringt er sich immer mehr in Schwierigkeiten und entdeckt widerwillig seine eigene Menschlichkeit wieder.
Di 22:00 FH | Do 10:00 CS 5 | Fr 19:45 CS 2 | Sa 21:30 CS 2
Kurzfilmreihe 4: (ÜBER)LEBEN
MORGEN FRÜH WENN GOTT WILL
Regie: Maria-Anna Rimpfl;
Deutschland 2009, 35 mm, 6 Min., dt. Erstaufführung –
Warum drängt sich ein fremder Mann an den Frühstückstisch einer intakten Familie?
PERPETUUM MOBILE
Regie: Sebastian Kenney;
Schweiz 2009, 35mm, Farbe, 5 Min., Uraufführung –
Ein Fremder steht an einer Kreuzung und erblickt durch das Schaufenster des gegenüberliegenden Buchladens eine Frau, die versunken in einem Buch blättert. Im selben Moment donnert ein ins Schleudern gekommener Lastwagen auf den Buchladen zu, rammt das Haus und reißt die Frau in den Tod. Schweißgebadet erwacht der Mann in seinem Bett. Von einer schlimmen Vorahnung getrieben, macht er sich auf die Suche nach der Frau.
HINTERBLIEBENE
Regie: Alexander Pfeuffer;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 22 Min., Uraufführung –
Auf einmal ist er tot. Geblieben sind nur die Konflikte, die der 18-jährige Paul mit seinem Vater nicht mehr klären konnte und die Verantwortung für seine kleine Schwester. Er flieht aus der Enge der Wohnung, streunt durch Berlin und begegnet einem älteren Mann, der ebenfalls einen Verlust zu verkraften hat. Die beiden verbringen die Nacht miteinander. Plötzlich kippt Pauls unterdrückte Trauer um in Wut.
PARCOURS
Regie: Marc André Misman;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 6 Min., Uraufführung –
Herr F. erwacht an einer einsamen Bushaltestelle. Verwirrt läuft er los. Bald findet er ein Auto mit steckendem Schlüssel, steigt ein und fährt los. Plötzlich kollidiert das Fahrzeug mit etwas Großem – Herr F. erwacht wieder an derselben Haltestelle. Noch verunsicherter geht er los, sieht denselben Wagen, lässt ihn aber stehen. Nach einer Weile überholt ihn das Fahrzeug. In der Ferne hört er kurz drauf Reifenquietschen…
MORUK
Regie: Serdal Karaça;
Deutschland 2009, DigiBeta, s/w, 29 Min., dt./türk. mit UT –
„Moruk“ ist das Wort, mit dem sich die beiden Deutschtürken Murat und Hakan am liebsten titulieren. Auf Deutsch heißt es so etwas wie „Alter“. Täglich hängen sie gemeinsam in „ihrer’“ Ecke im Kiez ab, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Die Tage wiederholen sich, die Zeit vergeht. Als die hübsche Irina und ihre Freundin zufällig den Weg der beiden Jungs kreuzen, keimt Hoffnung auf Veränderung auf.
CONEY ISLAND BABY
Regie: André Aimaq;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 18 Min., engl. mit UT –
Durch Zufall findet die ältere New Yorker Dame Betty in ihrem gerade gelieferten Second-Hand-Küchenherd eine DVD-Hülle, in der Bargeld steckt. Sogleich weiht sie ihre Freundin Nancy ein. Impulsiv, spontan und kaufsüchtig, wie diese nun mal ist, schnappt sie sich das Geld und verschwindet. Gemeinsam mit einem jungen Großstadt-Cowboy macht sich Betty auf die Suche nach Nancy, dem Geld, der Wahrheit und der Freundschaft.
OMA RENNT!
Regie: Nikolaus von Uthmann;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 4 Min., Uraufführung –
Die gemütliche Oma schlendert zu ihrem Lieblingsplatz am See, als sie von Frau Messala gehässig überholt wird. Sogleich liefern sich die betagten Damen nicht nur ein atemloses Rollator-Rennen im Schneckentempo, sondern werden zu einem Symbol für Klassenkampf, Alterseinsamkeit und Generationenkonflikt. Gerade, als eine Siegerin nach hartem Kampf feststünde, scheint das Ziel weiter entfernt zu sein als je zuvor.
Di 22:15 CS 5 | Mi 14:30 FH | FR 10:00 CS5 | Sa 19:00 CS 2
Kurzfilmreihe 5: AUSSENSEITER
DER SCHÜBLING
Regie: Visar Morina;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 30 Min., Uraufführung –
Nach geglückter Flucht aus dem Kosovo versuchen Agron und seine schwangere Freundin Anita bei ihrem Bruder in Berlin unterzutauchen. Blerim ist nicht sonderlich erfreut, dass sich zwei illegale Flüchtlinge bei ihm einquartieren wollen. Bereits kurze Zeit später werden sie durch die Polizei aufgeschreckt und müssen erneut fliehen. Doch dann setzen Anitas Wehen ein. Agron versucht mit allen Mitteln, sie zu retten.
SCHRANKEN DES LEBENS
Regie: Siniša Galic;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 18 Min., Uraufführung –
Manfred hat die besten Jahre hinter sich. Sein eintöniger Beruf als Pförtner hat ihn nie erfüllt. Seit seine Frau ihn verlassen hat, ist das Pförtnerhäuschen zu seinem Zufluchtsort geworden. Eines Tages taucht ein Vertreter auf, der elektrische Schrankensysteme vertreibt. Als Manfred daraufhin zum Chef gebeten wird, sieht er sich von moderner Technologie abgelöst. Doch plötzlich scheint Rettung in Sicht.
DEM BESTEN ALLER VÄTER
Regie: Türker Süer;
Deutschland 2009, DigiBeta, Farbe, 20 Min., dt./türk. mit UT, Uraufführung
Ein Ereignis, erzählt aus drei unterschiedlichen Perspektiven, lässt verschiedene Wirklichkeiten entstehen. Denn manchmal sind Menschen unfähig, die Wahrheit zu erzählen. Meist belügen sie dabei sogar sich selbst.
Hanno ist langzeitarbeitslos. Er hat kaum mehr Hoffnung, in seinem erlernten Beruf Fuß zu fassen. Sami begegnet dem Rausschmiss aus der Werkstatt mit Trotz, weil er glaubt, nicht lange nach einer neuen Anstellung suchen zu müssen. Arta schlägt sich als Reinigungskraft durch, bis sie den Einbürgerungstest bestanden hat. Sie alle suchen Zugehörigkeit und Stabilität und stoßen dabei an die Grenzen von Moral und Würde.
AARGH
Regie: Philip Hillers;
Deutschland 2009, HD Cam, Farbe, 15 Min., Animation, Uraufführung, –
Früher war er ein erfolgreicher Schauspieler in Animationsfilmen und ein echter Shootingstar in Japan. Heute fängt er eine Ausbildung im Berliner Zoo als Tierpfleger an. Was ist passiert? Aargh erinnert sich nur ungern an das Erlebnis zurück, das ihn in die Schlagzeilen der lokalen Klatschpresse brachte. Bei seinem ersten Arbeitstag im Zoo muss er nun die alten Vorurteile und einige Stolpersteine überwinden.