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MOP-Industry: Mehr Vernetzungsmöglichkeiten für die junge Branche

Dienstag, 9. Januar 2018

Das Filmfestival Max Ophüls Preis baut sein Angebot an Vernetzungsmöglichkeiten konsequent aus. Das Branchenprogramm für Austausch und Vernetzung des Festivals geht nun schon ins zehnte Jahr und findet erstmalig unter dem Namen MOP-Industry statt.

MOP-Industry 2017 © Oliver Dietze

Auf verschiedenen Podien werden relevante Themen des Festivals zur Diskussion stehen. In den Panels und Workshops gibt es Gelegenheit für die Filmemacher·innen und Festivalgäste, sich mit Expert·innen der Branche über die Entwicklung der Filmlandschaft im deutschsprachigen Raum auszutauschen.

Neben den seit vielen Jahren festen Partnerschaften mit Marktplatz Drehbuch, dem Filmdebüt-im-Ersten-Pitch und dem 2016 erstmals veranstalteten Koproduktionstreffen MOP-Meetings, wird in diesem Jahr auch der Pitching-Salon vom INTO THE WILD-Mentoring-Programm für Filmemacher·innen auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis stattfinden. Zudem führen wir zusammen mit der Produzentenallianz eine neue Talk-Reihe ein.

PANELS DER MOP-INDUSTRY

ZWISCHEN SPIELWIESE, EXPERIMENTIERFELD UND NEUEM MAINSTREAM – DER BOOM DER
WEBSERIE
24.01.2018, 11:00-12:30 Uhr

In der Reihe MOP-Visionen, in der wir digitale Erzählformate abseits des Kinos vorstellen, zeigen wir in diesem Jahr fünf sehr unterschiedliche Webserien. Es ist ein Erzählformat, das bei vergleichsweise niedrigen Budgets große Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Und so nutzen es zurzeit gerade Nachwuchsfilmschaffende dafür, neue Narrationen und Vertriebskanäle abseits des Mainstreams auszuprobieren. Wie vielfältig sind die Möglichkeiten tatsächlich? Wie groß das Experimentierfeld? Wer finanziert im Moment Webserien, für die bereits eigene Förderprogramme existieren? Welche Verwertungsmöglichkeiten bestehen? Ein Blick ins Labor in die Entwicklung eines zeitgemäßen narrativen Formats.

FILMFLUT IM KINO
25.01.2018, 11:00-14:00 Uhr

Rund 130 deutsche Filme (also vier bis fünf pro Woche) schaffen es jährlich ins Kino – vielen anderen gelingt das mangels Verleihfirma nicht. Welcher Film den Weg ins Kino findet, entscheidet aber nicht ausschließlich seine Qualität, sondern auch das Maß seiner Anpassung ans deutsche Verleih- und Fördersystem. Entsteht etwa ein Film außerhalb der öffentlichen Förderkette, hat er – einmal fertig – kaum noch eine Chance auf Verleihförderung. Ohne diese Zuschüsse aber lohnt es sich für viele Verleihfirmen bei der Menge an Kinofilmen kaum noch, einen Film überhaupt herauszubringen. Der Frage, wie unabhängige Produktionen dennoch den Weg ins Kino schaffen, wird diese Veranstaltung mit Unterstützung der Union Stiftung in Form von Diskussionen und Best Practice nachgehen.

FALLSTRICKE DES PRODUZIERENS
26.01.2018, 11:00-12:30 Uhr

Zwei Produzent·innen wagen sich in dieser Talk-Reihe in den Bereich des Unaussprechlichen: eines möglichen Scheiterns – und das Finden neuer Perspektiven. Im persönlichen Gespräch wird diese Seite des filmischen Schaffensprozesses (anhand von Fallstudien) offen und ehrlich beleuchtet.
In Kooperation mit der Produzentenallianz soll es in dieser neuen Reihe um den Austausch von Erfahrungen und das Gewinnen neuer Kenntnisse gehen. Ein Mut machender Dialog zwischen erfahrenen Produzent·innen und den Nachwuchstalenten.

LESUNG: FILM AUS PAPIER 
26.01.2018, 20:00 Uhr

Es wird dramatisch, politisch, dystopisch, lustig und auch gruselig, wenn die Autor·innen vom Schreibkollektiv Q3 gemeinsam mit Schauspieler·innen des Staatstheaters Saarbrücken aus ihren Kurzfilmen, Serienpiloten und Langfilmstoffen lesen. Kopfkino garantiert!

VITAMIN G – WIE EINE NEUE GENRELUST DAS ERZÄHLEN BELEBT
27.01.2018, 11:00-12:30 Uhr

Stilistisch auffällig am vorliegenden Jahrgang des deutschsprachigen Nachwuchsfilms ist das Erzählen unter Verwendung filmsprachlicher Mittel aus dem Gestaltungskanon des Genrefilms. In zahlreichen Filmen finden sich mal mehr, mal weniger deutliche Referenzen an Westernfilm, Horror, Mystery und Polizeithriller. Mögen die Filme seitens Dramaturgie und Sujet auch dem Drama, der Komödie oder dem Coming-of-Age entsprechen, so werden sie zunehmend mit Mitteln des Genres erzählt. Das klare und stereotype Schwarzweiß des Westernfilms, das Explizite des Horrorfilms – in Gestalt mal exploitativer, mal dramaturgisch legitimierter Gewaltdarstellungen – oder die Kultur der Angstpflege des Thrillers eignen sich hervorragend, um gesellschaftspolitische Aspekte unserer Zeit zu thematisieren, ohne sie direkt zu erzählen. Die Mittel des lange als oberflächlich und populär verschrienen Genrefilms sind fest im Werkzeugkoffer der neuen Regiegeneration installiert. Aber inwiefern spiegeln sie auch den Puls der Zeit?

PERSPEKTIVEN ZUR WIRKLICHKEIT – DAS POLITISCHE IM DOKUMENTARFILM 
27.01.2018, 13:00-14:30 Uhr

Als Fenster in die Welt gilt der Dokumentarfilm per se als politisch, weil er sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Strömungen auseinandersetzt. Doch politisch zu sein heißt für einen Film nicht zwingend, vorgefertigte Thesen abzuarbeiten oder das Moore’sche Meinungskino zu pflegen. Gerade angesichts kontroverser gesellschaftlicher Diskurse beherrscht eher das neutrale Prinzip des Direct Cinema die Ausdrucksformen des Dokumentarfilms. Dem Zuschauer sich selbst eine Meinung bilden zu lassen bedeutet aber für Filmemacher nicht automatisch, selbst keine Haltung zu zeigen. Einen Dokumentarfilm mit Mitteln des Spielfilms zu erzählen, eine gekonnt kontroverse Zusammenstellung von Protagonisten zu wählen, dem Protagonisten scheinbar komplett die Zügel zu überlassen oder ein Thema auf die vermeintlich unverfängliche private Ebene zu reduzieren – all das können bewusste Strategien sein, das Politische explizit zu machen. Doch welches Maß an Haltung dürfen sich Dokumentarfilmer·innen nach außen leisten, ohne manipulativ zu werden?

K8 OPEN LAB
25.01.-27.1.2018, 10:00-15:00 Uhr

Beim K8 OPEN LAB 2018 stehen die Themen Motion Capture, Lichtfeld-Fotografie und AR/VR im Vordergrund. Sie erwartet: Technik zum Anfassen und Ausprobieren, Kurzpräsentationen von Start-Ups und Forschungseinrichtungen, zahlreiche Möglichkeiten zum Fachaustausch. Dazu eine Tea&Coffee-Flat sowie schnelles (geschlossenes) kostenloses Internet.
Open Lab ist ein Format der K8 Institut für strategische Ästhetik in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

Wir bitten um Anmeldung für alle Veranstaltungen der MOP-Industry per Mail an:
Ulrike Schmidt, mop-industry-assistenz@max-ophuels-preis.de

NETWORKINGVERANSTALTUNGEN

MOP-MEETINGS – INTERNATIONALES KOPRODUKTIONSTREFFEN
23.01.-25.01.2018

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist der konzentrierteste Treffpunkt für Debütfilm-Regisseur·innen und Produzent·innen des deutschsprachigen Nachwuchsfilms. Um die Zusammenarbeit zwischen den Vertretern des jungen Kinos aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg sowie den Niederlanden und Südtirol zu vertiefen und Finanzierungsmöglichkeiten über internationale Koproduktionen auszutauschen, wird zum dritten Mal ein Koproduktionstreffen Akteure gezielt und konkret miteinander ins Gespräch bringen.
Auf Initiative der FFA Filmförderungsanstalt und in Kooperation mit dem Schweizer Bundesamt für Kultur, dem österreichischen Filminstitut, dem Film Fund Luxembourg sowie dem Netherlands Film Fund und dem IDM Südtirol werden während zweier Tage am Rande des Festivals zehn aufstrebende Produzent·innen aus sechs Ländern Potenziale möglicher filmischer Zusammenarbeiten abstecken.

SPEED-DATING
24.01.2018, 12:30-15:30 Uhr

Auch in diesem Jahr bietet das Filmfestival Max Ophüls Preis wieder die Kontaktbörse Speed-Dating für interessierte Fachbesucher an. Die Veranstaltung wurde vor zwölf Jahren ins Leben gerufen, um die Kontaktaufnahme zwischen den akkreditierten Filmschaffenden, Autor·innen und Produzent·innen während der Festivalwoche gezielt zu fördern.

Ansprechpartner Speed-Dating: Cornelis Hähnel, speeddating@max-ophuels-preis.de

FILMEMACHERTREFFEN: DAS SAARLAND ALS FILMPRODUKTIONSSTANDORT
26.01.2018, 16:00 Uhr

Filmproduzent·innen und solche, die es werden wollen, Dienstleister·innen am Set, vor und hinter der Kamera, treffen sich, um über ihre Projekte zu sprechen. Nach einem Impuls von Uwe Conradt, Geschäftsführer der Saarland Medien, zur Lage der saarländischen Filmwirtschaft stellen Produzent·innen ihre Projekte vor. Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Saarland Medien GmbH.

PITCHINGS – STOFFENTWICKLUNG

INTO THE WILD: PITCHING SALON
24.01.2018, 14:30 Uhr

Die Teilnehmerinnen des INTO THE WILD Mentoring-Programms stellen nach intensiver Drehbucharbeit, mit Betreuung durch Profi-Dramaturginnen und Mentorinnen aus der Branche, ihre Projekte einem Fachpublikum vor.
Für den ersten Jahrgang des INTO THE WILD-Mentorings wurden aus über 80 Bewerbungen 15 Studentinnen/Absolventinnen deutscher Filmhochschulen mit ihren Projekten ausgewählt – von Doku über Serie bis hin zu abendfüllendem Spielfilm. Neben dem Pitching der Projekte präsentieren die Initiatorinnen das FEMIFESTO, einen Beipackzettel, in dem sie erklären, wie sie Filme machen und sehen wollen.
Das Programm wurde initiiert und geleitet von Regisseurin Isabell Šuba und wird mit freundlicher Unterstützung realisiert und gefördert von: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, ifs internationale filmschule köln, Kunsthochschule für Medien Köln, Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Filmakademie Baden-Württemberg, Kuratorium junger deutscher Film, Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA Filmförderungsanstalt, Film und Medien Stiftung NRW.

MARKTPLATZ DREHBUCH – AUTOREN PITCHEN DREHBÜCHER AUS DER FÖRDERPIPELINE
25.01.2018, 16:00 Uhr

Drehbuchautor·innen präsentieren ihre aktuellen Spielfilmstoffe. Filmschaffende können sich auf dem Markt neuer Drehbücher umschauen und beim anschließenden informellen Get-together junge oder auch bereits bekannte Autor·innen treffen. Geschlossene Veranstaltung, es ist eine Einladung bzw. Anmeldung beim Veranstalter erforderlich.

Kontakt: MFG Filmförderung, veranstaltungenff@mfg.de

PITCHING UND GET-TOGETHER FILMDEBÜT IM ERSTEN
26.01.2018, 13:00 Uhr

SCHERBENPARK, DIE RESTE MEINES LEBENS, FADO, FERIEN und SCHROTTEN! stehen stellvertretend für die vielen Filme, die in den letzten Jahren von den Nachwuchsredaktionen der ARD-Sender gefördert und anschließend beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet wurden: Es gibt eine enge Verbundenheit zwischen dem wichtigsten Nachwuchsfestival Deutschlands und der Reihe FilmDebüt im Ersten.
Seit mehr als einem Jahrzehnt zeigt FilmDebüt im Ersten jeden Sommer eine Auswahl der besten Nachwuchsfilme, die mit Unterstützung der Debütredaktionen in der ARD entstanden sind. Die Reihen Debüt im Dritten (SWR), Debüt im rbb, Der junge Film (BR), Nordlichter (NDR) und die Debütredaktionen von WDR, HR, MDR und SR bündeln im FilmDebüt im Ersten ihre Kräfte, um neue Filmprojekte zu diskutieren und Kooperationen möglich zu machen.

Detaillierte Informationen zu MOP-Industry und den weiteren Vernetzungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Homepage unter www.max-ophuels-preis.de/informationen_fuer_branchenvertreter